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Mit dem Audi Q4 e-tron auf Bayern-Runde

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Es ist kurz nach neun Uhr morgens, als der Audi Q4 e-tron vom Münchner Flughafen ins Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt startet. Rund um den Marienplatz ist es noch auffallend ruhig, nur vereinzelt sind Taxis und Lieferfahrzeuge unterwegs. Die Stadt wirkt in diesem Moment fast ungewohnt entspannt. Ein Zustand, der erfahrungsgemäß nicht lange anhält.

Die Route ist klar: Raus aus München, Richtung Süden, über Landstraßen ins Voralpenland bis zum Tegernsee – und später wieder retour. Rund 200 Kilometer, die ziemlich genau das abbilden, was ein Auto im Alltag leisten muss.

Schon auf den ersten Kilometern fällt auf, wie zugänglich der Q4 e-tron ist. Einsteigen, losfahren, keine Eingewöhnungszeit. Der Innenraum ist aufgeräumt, logisch strukturiert, die Sportsitze bieten guten Halt, ohne auf langen Strecken unbequem zu werden. Vieles erklärt sich von selbst, was im besten Fall dazu führt, dass man sich gar nicht erst großartig mit der in der Bordmappe beschriebenen Technik beschäftigen muss.

Mit zunehmendem Verkehr Richtung Stadtrand zeigt sich dann, wie gut das System aus Assistenzfunktionen arbeitet. Spurführung, Abstand, zähfließender Verkehr, der Q4 e-tron nimmt dem Fahrer spürbar so einiges an Arbeit ab, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Gerade im morgendlichen Stop-and-go-Verkehr ist das ein echter Vorteil. Parallel dazu bleibt es im Innenraum angenehm ruhig, auch akustisch. Das Sonos-Soundsystem liefert einen klaren Klang, ohne übertrieben zu wirken.

Hinter Unterhaching wird es spürbar leerer. Die Straßen öffnen sich, der Verkehr fließt, die Landschaft wird weiter. Genau hier beginnt der Teil der Strecke, auf dem ein Elektroauto seine Stärken ausspielen kann. Gleichmäßiges Tempo, wenig Bremsen, wenig Beschleunigen. Der Verbrauch bleibt niedrig, die Reichweite stabil. Mit bis zu 592 Kilometern wirkt selbst eine solche Tour nicht wie eine Herausforderung, sondern eher wie eine entspannte Ausfahrt. Was dabei auffällt: Man beschäftigt sich weniger mit dem Thema Laden, als man es vielleicht erwarten würde. Die Anzeige ist da, klar, aber sie dominiert die Fahrt nicht.

Eine kurze Pause oberhalb von Holzkirchen bringt einen Perspektivwechsel. Blick ins Tal, frische Luft, und ein Detail, das im Alltag schnell untergeht: bidirektionales Laden. Der Q4 e-tron versorgt hier eine Kaffeemaschine und eine Kühlbox mit Strom. Kein entscheidendes Kaufargument, aber genau die Art von Funktion, die unterwegs plötzlich sinnvoll wird.

Hinter Warngau ändert sich der Charakter der Strecke deutlich. Die Straße wird enger, kurviger, anspruchsvoller, eine Strecke, die man nicht einfach nebenbei fährt. Der Q4 e-tron bleibt dabei überraschend präzise. Die Lenkung arbeitet sauber, das Fahrzeug baut in Kurven stabil Grip auf, und beim Herausbeschleunigen steht die Leistung sofort zur Verfügung. Die 250 kW merkt man weniger als brachiale Gewalt, sondern eher als konstante, jederzeit abrufbare Kraft.

Gerade dieser Wechsel macht die Fahrt interessant: Erst entspanntes Rollen über Land, dann konzentriertes Fahren auf der Passstraße. Der Q4 e-tron kann beides, und wirkt dabei nie überfordert oder fehl am Platz.

Nach einigen Fotostopps ist der Tegernsee erreicht. Die Kulisse liefert wie erwartet, aber entscheidender ist etwas anderes: Man steigt aus, ohne sich erschöpft zu fühlen. Keine Unruhe, keine Anspannung, eher das Gefühl, einfach angekommen zu sein. Auf dem Rückweg bestätigt sich dieser Eindruck. Der Q4 e-tron ist kein Auto, das sich in den Vordergrund drängt. Er funktioniert, unterstützt, passt sich an. Stadtverkehr, Landstraße, kurvige Abschnitte, alles wirkt stimmig miteinander verbunden.

Unterm Strich bleibt nach dieser Strecke vor allem eines hängen: Elektromobilität ist längst nicht mehr auf Kurzstrecke reduziert. Sie funktioniert im Alltag genauso wie auf längeren, abwechslungsreichen Routen. Und sie kann, wenn das Gesamtpaket stimmt, auch fahrerisch überzeugen.

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