Es war eine nicht ganz unbedeutende Edition: Dieses Jahr kamen bereits zum 75. Mal die weltweit bedeutendsten Oldtimer zum Concours d‘ Elegance in Pebble Beach zusammen.
Noch auf der Grünfläche, vor der Pebble Beach Lodge, werden die neuseten Concept Cars und Einzelstücke präsentiert. BMW kann gleich mit zwei eindrucksvollen Concepts aufwarten: Zum ersten Mal in Nordamerika werden M Concept Neue Klasse und BMW Alpina Vision gezeigt. Beide zeigen, in welche Richtungen das außergewöhnliche Design der Marke gehen wird.
An der Lodge vorbei ging es auf die eigentliche Concours-Ausstellung. Auch wenn wir schon sehr viele hochrangige Oldtimer bei Veranstaltungen wie der Mille Miglia oder dem Concorso d’Eleganza Villa d‘Este gesehen haben, schafft es Pebble Beach immer wieder, in Staunen zu versetzen.
Vor allem die Klasse „die Geburt des Streamliners“ unterstrich einmal mehr den ungewöhnlichen Appeal dieses Events: Die zweite Hälfte der 30er-Jahre war unruhig und brachte große Veränderungen im Automobildesign – umgesetzt mit großer Kreativität. Mit ersten Windkanälen und Tropfenform-Design entfernte man sich erstmals von den aufrechten Karosserien, die noch von Kutschen abgeleitet waren. So entstanden Karosserien von außergewöhnlicher Extravaganz und Wildheit.
Gleichzeitig feierte der Concours den Karossier Vignale, mit nicht minder aufregenden Formen, über die Jahrzehnte weiterentwickelt. Seit mehr als einem halben Jahrhundert liegen die Namensrechte übrigens bei Ford, zuletzt diente klangvolle Name als Ausstattungslevel profaner Baureihen wie Fiesta, Kuga und S-Max.
Natürlich spielte Ferrari eine große Rolle, hier in Form der größten Fahrzeugklasse, und hier sind wohl auch die wertvollsten Oltimer anzusiedeln. Ein 1957 Fiat 642/RN2 Bartoletti Ferrari-Renntransporter fungierten mit einem aufgeladenen 250 Testa Rossa und einem 250 GTO als Höhepunkt.
Nicht minder interessant sind die übrigen Klassen wie Frühe Amerikanische Speedster, Pebble Beach Road Racing und Automobile von Royal India. Die Klasse der Japanischen Le-Mans-Rennwagen präsentierte sich als beeindruckende Parade, direkt an der Küstenlinie aufgestellt.
Wir nutzten die Gelegenheit, schon gegen 7:30 auf der Ausstellungsfläche zu sein. Der Nebel hat die Küste um die Zeit noch fest in der Hand, aber es ist möglich die Fahrzeuge ohne großen Trubel zu genießen und zu fotografieren.
Dann kommt die Sonne durch, zuletzt befinden sich stolze 15.000 Besucher am Strand der Halbinsel. Und sie feiern das Automobil wie kaum irgendwo anders auf der Welt.